Mittwoch, 27. Mai 2009

Cadavre Exquis

Eine Flasche Rotwein und der Film Naked Lunch waren für Anne und mich zwei gute Gründen einen Cadavre Exquis zu zeichen. Das ist dabei herausgekommen.

Dienstag, 19. Mai 2009

Fragen

Was ist eigentlich aus Jürgen Klinsmann geworden?
Was ist eigentlich aus "Second Life" geworden?
Was ist eigentlich aus der Schweinegrippe geworden?

Freitag, 15. Mai 2009

Eines langen Tages Reise in die Nacht

Ich weiß nicht mehr, ob ich zuerst auf den fantastischen Titel aufmerksam geworden bin, oder auf die Tatsache, dass Peter René Lüdicke in diesem Stück mitspielt. Beides war für mich Anlass genug um mal wieder das Centraltheater aufzusuchen.
Mit roten Vorhängen wurden Zuschauerraum und Bühne etwas verkleinert, sodass Publikum und Schauspieler zwangsläufig etwas enger zusammenrücken mussten. Man kam sich näher, die Situation wurde familiär und schon war man mittendrin im Familiendrama. Anfangs war es noch recht lustig. Man merkte zwar von Beginn an, dass in dieser Familie nicht alles so ist, wie es sein sollte - aber welche Familie kommt schon ganz ohne Streit aus?
So nehmen wir an einer Szenerie teil, wie sie in vielen Sommerferien, in vielen Sommerhäusern geschehen könnte: Der Vater will abspannen, die Mutter will Idylle, die adoleszenten Söhne wollen Spaß. Ein Balanceakt zwischen Streit und Albernheiten, Drama und Komödie.
Im Laufe des Stückes erfährt man von der Drogensucht der Mutter, den Berufen des Vaters und der Söhne - und einem toten Kind, das Trauma der Familie.
Dann der Bruch: Die Männer gehen in die Stadt um sich zu besaufen, die Mutter bleibt allein zurück und der Zuschauer fragt sich, wen Gott hier eigentlich strafen will. Wieso Gott? Wer denn sonst?
Die Lage eskaliert. Wer verzweifelt ist stellt sich der Situation oder flüchtet sich in einen Rausch. Am Ende reicht die Kraft nicht mehr um alles wieder gut zu machen. Schüsse fallen. Alle verlassen wortlos die Bühne. Das Publikum bleibt starr zurück. Beklemmung auf beiden Seiten, dann langer Applaus.

Infos zum Stück.

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Ein Theaterabend kann aber auch ganz anders aussehen. Wenn selbst die Ironie ironisch gemeinst ist, kann das schnell nach hinten losgehen. So geschehen in "Arsen und Spitzenhäubchen", mit dem der Versuch unternommen wurde die Slapstick-Filme der 1950er auf die Bühne zu bringen.
Leider konnten die überwiegend guten schauspielerischen Einzelleistungen die Aufführung nicht retten. So verliert sich das Stück in faden Gags, überlangen Wiederholungen eben dieser, langweiligen Dialogen und nervigem Gesang.
Dazu gesellt sich die nicht tot zu kriegende Metaebene (die gute alte Metaebene!), die uns immer wieder daran erinnert, dass wir uns im Theater befinden, das gezeigte auf der Bühne bloß ein Spiel ist und alle Theaterkritiker doof sind.

Infos zum Stück.

Sonntag, 10. Mai 2009

Video-Antwort

Da wir schon bei einfachen Antworten/Anleitungen sind und auch der Name Heidegger gefallen ist; hier ein kleines Video, das ich hätte sehen sollen, als ich mich im Rahmen eines Hermeneutik-Seminars mit "Sein und Zeit" befassen musste.

Die zweifelhafte Dialektik der aufklärerischen Diskrepanzen im Spätwerk des jungen Adorno mittleren Alters

Ich biete demjenigen 10€, der mir plausibel erklären kann, was Theodor W. Adorno mit dem folgenden Satz (!) sagen wollte. Ich mein's ernst.

"Der Inhalt, einmal nach dem Urbild des Protokollsatzes fixiert, soll nach positivistischen Brauch gegen seine Darstellung indifferent, diese konventionell, nicht von der Sache gefordert sein, und jede Regung des Ausdrucks in der Darstellung gefährdet für den Instinkt des wissenschaftlichen Purismus eine Objektivität, die nach Abzug des Subjekts herausspränge, und damit die Gediegenheit der Sache, die um so besser sich bewähre, je weniger sie sich auf die Unterstützdung durch die Form verlässt, obwohl doch diese ihre Norm selber genau daran hat, die Sache rein und ohne Zutat zu geben."

aus: Der Essay als Form in: Theodor W. Adorno: Noten zur Literatur. Frankfurt/Main: Suhrkamp, 1990. S. 9-33.

Mittwoch, 6. Mai 2009

Top of the City



Habe ich schon erwähnt, dass ich Dachlandschaften liebe?