Samstag, 31. Januar 2009

Text und Kontext

Ich danke TetraPak für diese Steilvorlage!

Dienstag, 20. Januar 2009

Nimm das, Kunst!


Was ihr könnt, kann ich nämlich schon lange!

Sonntag, 18. Januar 2009

Freitag, 16. Januar 2009

Der Meyer

Clemens Meyer schreibt jetzt ein Blog auf den Seiten der FAZ mit Betrachtungen zu Kunst und Leben. Sehr lesenswert! Hier klicken.

Donnerstag, 15. Januar 2009

Dada Cinéma 0.2



Hier also Teil 0.2 der kleinen Filmreihe "Dada Cinéma".

Der erste Film konzentrierte sich noch ganz auf die Fortbewegung durch die äußere Schicht einer urbanen Lebenswelt. Dagegen zeigt der zweite Film wie Fortbewegung nach dem Eindringen unter diese Schicht abläuft. Der Betrachter findet sich jetzt in einem Hauptbahnhof wieder. Der Schritt ist ungleich hektischer, als noch auf der Straße.
Obwohl für beide Filme nahezu die gleiche Strecke zurückgelegt wurde, ist Film 2 nur 40 Sekunden lang.

Beide Filme verstehen sich ihrer Form nach als Testscreening für kommende Arbeiten mit diesem Medium.
Inhaltlich können sie dem DADA natürlich nicht gerecht werden. Andernfalls widerlegten sie diese Kunstgattung.

Freitag, 9. Januar 2009

Dada Cinéma 0.1

Hier ist der erste Film meiner kleinen Reihe "Dada Cinéma" zu sehen. Aufgenommen mit einer Kodak Z740.



Teil 2 und etwas Text dazu kommen demnächst.

Donnerstag, 8. Januar 2009

-17°C

Kalt war es in den letzten Tagen. Sehr kalt. Die Temperaturen erinnerten ich mich an ein Foto, welches ich im März 2006 unter ähnlichen Bedingungen aufnahm. Das Kramen im Archiv hat sich gelohnt. Ich finde die Kälte auf diesem Bild spürbar - dabei ist es nur geringfügig bearbeitet.

Dienstag, 6. Januar 2009

Eröffnungs-Manifest, 1. Dada-Abend (Zürich, 14. Juli 1916)

Dada ist eine neue Kunstrichtung. Das kann man daran erkennen, dass bisher niemand etwas davon wusste und morgen ganz Zuerich davon reden wird. Dada stammt aus dem Lexikon. Es ist furchtbar einfach. Im Franzoesischen bedeutets Steckenpferd. Im Deutschen: Addio, steigt mir bitte den Ruecken runter, auf Wiedersehen ein ander Mal! Im Rumaenischen: 'Ja wahrhaftig, Sie haben Recht, so ist es. Jawohl, wirklich. Machen wir'. Und so weiter.

Ein internationales Wort. Nur ein Wort und das Wort als Bewegung. Es ist einfach furchtbar. Wenn man eine Kunstrichtung daraus macht, muss das bedeuten, man will Komplikationen wegnehmen. Dada Psychologie, Dada Literatur, Dada Bourgeoisie und ihr, verehrteste Dichter, die ihr immer mit Worten, nie aber das Wort selber gedichtet habt. Dada Weltkrieg und kein Ende, Dada Revolution und kein Anfang. Dada ihr Freunde und Auchdichter, allerwerteste Evangelisten. Dada Tzara, Dada Huelsenbeck, Dada m'dada, Dada mhm' dada, Dada Hue, Dada Tza.

Wie erlangt man die ewige Seligkeit? Indem man Dada sagt. Wie wird man beruehmt? Indem man Dada sagt. Mit edlem Gestus und mit feinem Anstand. Bis zum Irrsinn, bis zur Bewusstlosigkeit. Wie kann man alles Aalige und Journalige, alles Nette und Adrette, alles Vermoralisierte, Vertierte, Gezierte abtun? Indem man Dada sagt. Dada ist die Weltseele, Dada ist der Clou, Dada ist die beste Lilienmilchseife der Welt. Dada Herr Rubiner, Dada Herr Korrodi, Dada Herr Anastasius Lilienstein.

Das heisst auf Deutsch: die Gastfreundschaft der Schweiz ist ueber alles zu schaetzen, und im Aesthetischen kommt's auf die Norm an.

Ich lese Verse, die nichts weniger vorhaben als: auf die Sprache zu verzichten. Dada Johann Fuchsgang Goethe. Dada Stendhal. Dada Buddha, Dalai Lama, Dada m'dada, Dada m'dada, Dada mhm' dada. Auf die Verbindung kommt es an, und dass sie vorher ein bisschen unterbrochen wird. Ich will keine Worte, die andere erfunden haben. Alle Worte haben andere erfunden. Ich will meinen eigenen Unfug, und Vokale und Konsonanten dazu, die ihm entsprechen. Wenn eine Schwingung sieben Ellen lang ist, will ich fueglich Worte dazu, die sieben Ellen lang sind. Die Worte des Herrn Schulze haben nur zwei ein halb Zentimeter.

Da kann man nun so recht sehen, wie die artikulierte Sprache entsteht. Ich lasse die Laute ganz einfach fallen. Worte tauchen auf, Schultern von Worten; Beine, Arme, Haende von Worten. Ay, oi, u. Man soll nicht zuviel Worte aufkommen lasen. Ein Vers ist die Gelegenheit, moeglichst ohne Worte und ohne die Sprache auszukommen. Diese vermaledeite Sprache, an der Schmutz klebt wie von Maklerhaenden, die die Muenzen abgegriffen haben. Das Wort will ich haben, wo es aufhoert und wo es anfaengt.

Jede Sache hat ihr Wort; da ist das Wort selber zur Sache geworden. Warum kann der Baum nicht Pluplusch heissen, und Pluplubasch, wenn es geregnet hat? Und warum muss er ueberhaupt etwas heissen? Muessen wir denn ueberall unseren Mund dran haengen? Das Wort, das Wort, das Weh gerade an diesem Ort, das Wort, meine Herren, ist eine oeffentliche Angelegenheit ersten Ranges.

(Hugo Ball)

Samstag, 3. Januar 2009

Neue Fundstücke

J.D. Salinger zum 90. und ein intelligenter Artikel zum Thema Körperrasur.

Der Leipziger Universitätsneubau

Am 2. Dezember 2008, dem 599. Geburtstag der Alma Mater Lipsiensis, öffnete die Universitätsbaustelle am Augustusplatz ihre Zäune für normalsterbliche Besucher. Vor allem das umstrittene Paulineum, eine Nachbildung der ehemaligen Paulinerkirche, stand dabei im Mittelpunkt des Interesses. Noch immer ist sich die Universitätsleitung und der Paulinerverein über die Nutzung und die damit verbundene Gestaltung des Innenraums uneinig.



Der bekannte Blick von aussen. Nicht nur die das Paulineum (rechts), sondern auch das Augusteum (links) verweisen auf die äußere Gestalt des ursprünglichen Unigebäudes.

Der Innenraum des Paulineums mit Blick durch den Spitzbogen in Richtung Augustusplatz (Osten).

Der Innenraum des Paulineums mit Blick auf die Lanzettfenster der Südfassade. Man beachte, dass die Säulen, welche die Seitenschiffe andeuten, bis zum Boden reichen. Im Entwurf hielt man sich diese Option noch offen. Eine Gewölbedecke wird nachträglich eingezogen.

Der Innenraum des Paulineums mit Blick auf die Westseite. Wird hier später eine Orgel eingebaut?

Der Bedarf an Informationen ist groß.

Ein kleiner Einbilck ins Augusteum, durch die Südseite des Paulineums. Die Pläne hierfür sind klar.

Das Paulineum "von hinten". Blick aus dem renovierten Seminargebäude in den Campusinnenhof.

Das historische Schinkeltor blieb erhalten und ermöglicht den Zugang vom Innenhof zum Augusteum.

Nein, nicht Christo, sondern das noch verhüllte Leibnitzdenkmal im Innenhof.

"Rückseite" des neuen Institutsgebäudes der Wirtschaftswissenschaften (WiWi) an der Nordseite des Campus. Der moderne Bau wurde clever mit dem renovierten Seminargebäude verbunden.

Über mangelnden Platz in ihren Seminarräumen werden sich die WiWis nicht beschweren können.

Aber auch das alte Seminargebäude kann sich sehen lassen. So gut wie alles wurde hier erneuert.

Nur die alten Treppen zeugen noch von der einstigen Staatsicherheit-Romantik des Gebäudes in der Universitätsstraße (Westseite des Campus).

Erste Graffitis in der neuen Uni.

Weitere Informationen mit zahlreichen Bildern und Plänen gibt es auf den Seitden der Universität Leipzig.