Donnerstag, 25. Dezember 2008

Frohes Fest

Offiziell hasse ich Weihnachten. Natürlich feiere ich mit meiner Familie trotzdem, esse viel zu viel und trinke hin und wieder einen Schluck. Dafür entschuldige ich mich bei allen coolen und hippen Alternativen da draussen. Ihr werdet verstehen, dass ich mich dafür schäme...

Allen anderen wünsche ich ein paar stressfreie Tage und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Mittwoch, 24. Dezember 2008

DTH|23-12-08|E-M - Ein Protokoll

Das Album: In aller Stille
Die Tour: "machmalauter"
Die Zeit: November 2008 - Dezember 2009
Die Konzerte: 45
Die Städte: 40
Die Länder: 4

Der Tag: Dienstag, 23.12.08
Die Stadt: Erfurt
Die Halle: Messehalle
Die Zuschauer: ca. 10000

Die Band: Die Toten Hosen
Der Support: Airbourne

Einlass: 18 Uhr
Beginn Vorband: 20 Uhr
Beginn Hauptact: ca. 21 Uhr

Die Vorband: Knalliger Metal aus Australien in bester AC/DC-Manier. Die hohe Kreischstimme des Sängers passte gut zur Peter Maffay-Optik. Vom ersten Lied an herrscht Partystimmung in der Halle. Endlich mal wieder ein Support, der die Leute richtig anheizt.

Der Hauptact: Es klingt vielleicht kitschig, aber Die Toten Hosen haben zu Erfurt seit einigen Jahren eine besondere Verbindung. Die Konzerte hier waren immer riesige Parties, hier knallte es immer ordentlich. Das sollte an diesem Abend nicht anders werden.

Die Setlist:
  1. Strom --> Es ist einfach der Opener schlechthin. Schon vor den ersten Takten geht nichts mehr vor der Bühne. Schieben, drücken, irgendwie in Bewegung und auf den Beinen bleiben.
  2. Du lebst nur einmal (vorher) --> Keine Rettung in Sicht. Fast der halben Pulk legt sich synchron auf die Fresse. Zum Glück kommen auch die Darunterliegenden heil wieder nach oben.
  3. All die ganzen Jahre --> Die Reihen lichten sich nicht. Und so bleibt es auch.
  4. Innen ist alles neu
  5. Auswärtsspiel
  6. Disco
  7. Madelaine (aus Lüdenscheid)
  8. Teil von mir
  9. Liebeslied
  10. Alles aus Liebe --> Eigentlich kann man hier immer etwas verschaufen. Eigentlich. Irgenwie schafft es aber halb Erfurt zu diesem Lied zu pogen.
  11. Wünsch dir was --> Spätestens jetzt ist bei mir schon alles vorbei. Die Batterien sind leer. Ich wusste, dass es hart werden würde, aber mit soviel Action habe ich nicht gerechnet.
  12. Alles was war --> Ich verlasse die Menge. Nachtanken.
  13. Cokane in my brain
  14. Niemals einer Meinung --> Die Feier geht weiter. Aber diesmal von weiter hinten. Es reicht noch zum stehen, hüpfen und trinken.
  15. Der Bofrost Mann --> Anstelle von "Bofrostmann" singt Campino "Weihnachtsmann". Bahnt sich da vielleicht der ein oder andere Rote Rosen Song an?
  16. 1000 gute Gründe
  17. Nur zu Besuch --> Wird in Erfurt immer den Opfern des Amoklaufs vom Gutenberg Gymnasium am 26.4.2002 gewidmet. Am Tag darauf hätten die "Jungs" in der Messehalle spielen sollen. Das Konzert wurde damals um zwei Monate verlegt.
  18. Steh auf, wenn du am Boden bist
  19. Pushed again
  20. Hier kommt Alex
  21. Freunde
  22. Guns of Brixton --> Ab hier in Unplugged-Besetzung.
  23. Still, still, still --> Ich hatte vor dem Konzert so eine Ahnung. Kuddel "singt" den Weihnachtsklassiker der Band. Unfassbar wie ein Mensch seine Stimmbänder derart strapazieren kann.
  24. Tauschen gegen Dich --> Augen zuund an einen wundervollen Menschen denken.
  25. Eisgekühlter Bommerlunder --> Bevor Campino trompeten darf, singt das Publikum geschlossen "Ich gehe mit meiner Laterne". Das kommt davon, wenn man Stories über den Düsseldorfer St. Martinszug erzählt...
  26. Medley: Achterbahn, Schwarzwaldklinik, Opelgang, Liebespieler, Reisefieber, Wir sind bereit --> Schön zu sehen, dass das Medley auf der Tour variiert wird.
  27. Schön sein --> Überraschung!
  28. Schönen Gruß, auf Wiederseh'n
  29. Little Drummer Boy --> Vom bekommt Verstärkung von seinem Rowdie. Besinnliches Geknüppel folgt. Einer der besten Weihnachtssongs überhaupt.
  30. Bayern --> Nervt.
  31. Zehn kleine Jägermeister --> Sollte aus dem Set fliegen. Dann lieber "Walkampf" zum Schluss.
  32. You'll never walk alone
Fazit: Obwohl ich zu Abwechslung nur die ersten Lieder vor der Bühne ausgehalten habe, war dies vielleicht mein bestes Hosen-Konzert überhaupt. Die Band war verdammt gut drauf, das Publikum sowieso und die Stimmung hat sich zudem im Laufe des Abends immer weiter aufgeschaukelt.

Dienstag, 23. Dezember 2008

Fiktivpornographie

Wie enthaltsam muss eine Comicfigur sein. Sind Comicpornos "kreative Interpretation"?

Dazu dieser Artikel.

Sonntag, 21. Dezember 2008

Aktuelle Top 5

  1. Die Roten Rosen - Come all ye faithful
  2. Die Roten Rosen - Frohes Fest
  3. Les Choristes - Vois sur ton chemin
  4. Nine Inch Nails - Right where it belongs
  5. Timescratch - Jimmy the Turtle

Freitag, 19. Dezember 2008

Timescratch

Musik ausschließlich vom Game Boy. Muss man gehört haben!

http://www.myspace.com/timescratchinyourhead

Das Album kann man kostenlos saugen.

Donnerstag, 18. Dezember 2008

Merry Mayhem

Irgendwie habe ich bei meinen überaus entspannten und stressfreien Weihnachtsmarktbesuchen unter all den kommerzig-kapitalistischen Weihnachtskarten noch kein Motiv gefunden, welches auf die aktuelle Weltstimmung in diesem Dezember referiert. Auch zur Weihnachtszeit bleibt die Finanzmarktkrise stabil. Ganz zu schweigen von all dem wirklichen Elend in der Welt.
Anstelle einer Tirade darüber, was in unserer westlichen Gesellschaft alles falsch läuft, hier mein persönliches, besinnliches Weihnachtspostkartenmotiv...


Mittwoch, 17. Dezember 2008

"Der ganz banale Wahnsinn"

Ich wurde heute auf einen sehr guten Artikel in der SZ aufmerksam. Hier zu lesen: http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/77/451786/text/

Viel Spaß.

Montag, 15. Dezember 2008

Federmappeninventur

I

Ich glaube es war vor 2 oder 3 Jahren, als ich im Museum für Gegenwartskunst in Siegen einen Bilderzyklus entdeckte, welcher mit dem Titel "Farbstudie 1 - n" betitelt war. Auf den ca. DIN A5 großen Papieren waren Striche zu sehen; mit Textmarkern und Buntstiften gezogen, wenn ich mich recht erinnere. Damals wusste ich mit den Bildern nicht viel anzufangen, dachte kurz über deren Kunstwert nach und ging weiter. Welchen Künstler ich damals so leichtfertig mit Kopfschütteln abtat, weiß ich leider nicht mehr...


II

Neulich kritzelte ich aus Langeweile einige bunte Striche auf Papier, zunächst vollkommen intentionslos. Ich nahm für jeden Strich einen anderen Stift aus meiner Federmappe. Nach den ersten Strichen fiel mir der Bilderzyklus aus Siegen wieder ein. Ich zeichnete weiter bis ich jeden Stift meiner Sammlung einmal benutzt hatte, dann sah ich mir das Papier an. Ganz klar, ich hatte keine Farbstudie, sondern eine Federmappeninventur durchgeführt.

Die erste Version (26.11.08): Die Griffe in die Federmappe und die damit verbundene Reihenfolge der Striche erfolgten zufällig. Durch den Scan ist der neongelbe Textmarker an vorletzter Stelle nicht oder nur schwach sichtbar.



Das Foto dokumentiert den Inhalt der Mappe auf Materialebene. Es wurden ausschließlich die abgebildeten Schreibgeräte (in der Reihenfolge ihrer Benutzung abgebildet) verwendet. Der Genauigkeit einer Inventur ist es geschuldet, dass das Lineal, der Bleistiftanspitzer, diverse Tintenpatronen, ein Radiergummi und ein Taschentuch (für oder gegen Tintenklekse) mit abgebildet wurden.


III

Durch den intensiven täglichen Gebrauch verändert sich der Inhalt der Mappe ständig. Ich führte, gemäß dem Zyklusprinzip eine zweite Inventur am Folgetag durch. Die Vorgehensweise glich der vom Vortag, mit dem Unterschied, dass nun von vorn herein eine Intention erkennbar war.

Die zweite Version (27.11.08): Der Textmarker ist erneut unsichtbar. Bemerkenswert ist, dass sich wie am Vortag beide Tintenkillerlinien (natürlich Schreibseite) nebeneinander befinden.



Das Foto dient, wie oben, der Dokumentation des Inhalts.


IV

Aus Gründen der vollständigen Darstellung: hier noch ein Foto der Federmappe, sowie eines Zettels, der sich an beiden Inventurtagen in der Mappe befand.




V

Die Federmappeninventur kann als ein Versuch verstanden werden, sich Kunstwerke, deren Erscheinung sich nicht auf den ersten Blick erschließt, zugänglich zu machen.


VI

Zum Schluss möchte ich noch Jonathan Meese grüßen.

Montag, 8. Dezember 2008

Die Katze

Hier, zur Abwechslung, ein Bild von meiner Katze. Warum auch nicht?

Freitag, 5. Dezember 2008

FURT in der Arena zu Leipzig - Ein Abriss ohne den geringsten Anspruch auf Vollständigkeit

Auf der Rückseite der FURT-Tickets für die laufende "Krachgarten"-Tour befindet sich folgender Text:



Alles klar? Dann kanns ja losgehen.

Wir schreiben den 26.11.2008 und befinden uns in der Arena zu Leipzig. Es ist 20 Uhr, die (halbierte) Halle ist gut gefüllt (sogar die Sitzplätze! *kopfschüttel*). Das Licht geht aus, Glockenschläge, der Vorhang fällt, es wird keine Zeit mit einer Vorband verschwendet. Monsieur Farin Urlaub und sein Racing Team ballern mit dem Opener "Nichimgriff" des neuen Albums "Die Wahrheit übers Lügen" los.
Eine nicht ausverkaufte Halle zu bespielen, heißt auch, es gibt von Anfang an genug Platz zum pogen. Naja, und wenn man schonmal da ist... Was dann folgt ist ein außerordentlich angenehmer Konzertabend mit jeder Menge Rock und, ja... Reggea (Asso voll d'r Woahnsinn - war des jetz Dub oder Rap?). Das neue Album der 12-köpfigen Combo lässt diesen Spielraum, albert, wie es sich für FU gehört, stark rum und experimentiert auch mal abseits harter Gitarren.
Ganz klar, dass ein Großteil des Sets aus neuen Stücken besteht. Was auf der Platte stark ist, funktioniert auch live wunderbar. Vor allem "Gobi Todic" (yeah!), "Krieg", "I.F.D.G." und "Insel" machen ordentlich Party. Was noch? Jede Menge Lieder vom ersten Album "Endlich Urlaub"; 8 an der Zahl, wenn ich mich recht erinnere. Darunter leider nicht "Sumisu", aber "1000 Jahre schlechten Sex", "Ok", "Glücklich", "Am Strand" (Publikumsbeteiligung!) und "Phänomenal egal". Das Tolle an einer Band mit nur 3 Alben ist, dass kein Song altbacken klingt oder die Musiker die Stücke schon satt zu haben scheinen. So präsentieren der gerade mal 2,30 Meter kleine Farin Urlaub und sein Team die Stücke mit gehöriger Energie und lockerem Hüftschwung ("Ich bin sooo guuuut..." FU). Letzterer sichert dem Chef völlig zurecht den ersten Platz im bandinternen Michael-Jackson-Ähnlichkeitswettberweb.
Ähnlichkeitswettbewerb. Da war doch was... aber die Lieder vom zweiten Album "Am Ende der Sonne" kommen bei diesem Konzert generell sehr kurz. Gespielt wurden lediglich die Kracher "Sonne", "Mehr", "Porzellan" und, als eine der Zugaben, "Unter Wasser" (vielleicht der stärkste FURT-Song überhaupt?).
Am Ende herrschen in der Halle 49°C, das Ticket schmilzt mir in den Hand dahin. Zum Glück brauche ich es jetzt nicht mehr.
Tja, Fazit... Wenn man zu FURT geht, weiß man was man hat. Alberne Hüpf- und Mitsingspiele, jede Menge Rockmusik und dazugehöriger Pogo und kernige Ansagen à la: "Gestern waren wir in Münster, ne Fahrrad- und Studentenstadt, dort war es super. Heute sind wir in Leipzig... na mal sehen..." Eine Extrazugabe hat bewiesen, dass auch die Band ein bisschen Spaß hatte.


Nachtrag vom 16.12.08:

Setlist

  1. Nichimgriff
  2. Mehr
  3. Ich gehöre nicht dazu
  4. Am Strand
  5. Glücklich
  6. 1000 Jahre schlechten Sex
  7. I.F.D.G.
  8. Der ziemlich okaye Popsong
  9. Petze
  10. Krieg
  11. Gobi Todic
  12. Unsichtbar
  13. Lieber Staat
  14. Porzellan
  15. Niemals
  16. OK
  17. Phänomenal egal
  18. Atem
  19. Sonne
  20. Unscharf
  21. Alle dasselbe
  22. Zehn
  23. Karten
  24. Insel
  25. Trotzdem
  26. Unter Wasser
  27. Wo ist das Problem?
  28. Abschiedslied
  29. Zehn2
  30. Noch einmal

Donnerstag, 4. Dezember 2008

Unser Blog soll... ja, was eigentlich?

Mit einer Rekordbeteilung von 7 (in Worten "sieben") Stimmen, ist die Umfrage zur Blogumgestaltung zu Ende gegangen. Das Ergebnis lautet: 1 (Test)Stimme für grün, 3 Stimmen für orange und 3 Stimmen für die Beibehaltung des Layouts.
Da eine Stichwahl in diesem Falle wenig sinnvoll wäre, werde ich den Blog in den nächsten Tagen einfach etwas umgestalten. Ihr könnt dann sagen wie ihr es findet, oder bleiben lassen, oder was auch immer... Das ganze verstehe ich als einen Testlauf, d.h. ich experimentiere hier demnächst mit Farbe. Uh, Wandel und so... Veränderung, Wiedergeburt, die globalisierte Welt in ständiger Dynamik...

Mittwoch, 3. Dezember 2008

DTH|27-11-08|L-A - Ein Protokoll

Das Album: In aller Stille
Die Tour: "machmalauter"
Die Zeit: November 2008 - Dezember 2009
Die Konzerte: 45
Die Städte: 40
Die Länder: 4

Der Tag: Donnerstag, 27.11.08
Die Stadt: Leipzig
Die Halle: Arena
Die Zuschauer: ca. 12000

Die Band: Die Toten Hosen
Der Support: Bloodlights

Einlass: 18 Uhr
Beginn Vorband: 20 Uhr
Beginn Hauptact: ca. 21 Uhr

Die Vorband: Unspektakulärer Punkrockverschnitt aus Norwegen. 40 Minuten Spielzeit. Ganz okay, aber nicht weiter aufregend.

Der Hauptact: In die Jahre gekommene (Punk)Rocker, denen man ihr Alter vielleicht ansieht, aber nicht anmerkt. Von Anfang bis Ende gibt es mächtig auf die Ohren (seitens der Band) und auf die Knochen (seitens des Publikums - aber alles sehr fair!). Die Hosen geben Gas, als ob sie keinen tag gealtert wären. Das Publikum zieht mit, als ob sie nie pausiert hätten.

Die Setlist:
  1. Strom --> Es geht sofort richtig los. Ein Schieben, ein Drängeln, ein Chaos, eine Wahnsinnsenergie. An Pogo ist in den ersten Minuten nicht zu denken. Alles viel zu eng.
  2. Du lebst nur einmal (vorher) --> Die Reihen lichten sich etwas. Ein überraschender Song (der Opener vom Album "Auswärtsspiel") an zweiter Stelle. Jetzt geht guter Pogo los.
  3. All die ganzen Jahre --> Einer der zahlreichen Klassiker an diesem Abend. Unter meinen fünf Lieblingssongs der Hosen.
  4. Innen ist alles neu --> Ein Stück vom neuen Album, dessen Titel nicht für die Platte spricht. Mit "In aller Stille" besinnt sich die Band auf schnörkellosen Rock zurück. Wenn man sich richtig reingehört hat, offenbaren sich die Qualitäten der Platte.
  5. Auswärtsspiel --> Is klar.
  6. Disco --> Auch vom neuen Album. Live besser als auf CD.
  7. Madelaine (aus Lüdenscheid) --> Der Pogo wird zur Anti-Nazi-Party mit gelegentlichen Verschnaufpausen.
  8. Liebeslied --> Ein alter Punkrocksong, mit ner alten Punkbotschaft. Zurecht ein absoluter Klassiker.
  9. Alles aus Liebe --> Für die Mädchen und Pärchen im Saal. Mich hat das Lied schon immer etwas genervt.
  10. Wünsch Dir was --> Da gehts dann wieder richtig ab. Oder?
  11. Ertrinken --> Vom neuen Album. Nicht brillant, funktioniert aber trotzdem.
  12. Der Bofrost Mann --> Naja, es ist ganz witzig, aber eigentlich kein wirklich guter Song. Auf ner Party, wie an diesem Abend aber ganz passend.
  13. Cokane in my brain (sic!) --> Wurde von Campino explizit Diego Maradonna gewidmet. Willkommen zurück!
  14. Niemals einer Meinung --> War schon immer ne feste Instanz auf jeden Hosen-Konzert. Ausrasten!
  15. Alles was war --> Einer der stärksten Stücke vom neuen Album. Klasse Text, schöner Midtempo-Anfang, knalliger Refrain. Noch Fragen?
  16. Nur zu Besuch --> Eine Pause ist angesagt und die begeht man am Besten mit ner richtig guten Ballade. Einen Moment hinsetzen(!) und den Moment genießen.
  17. Steh auf, wenn du am Boden bist --> War mir schon immer zu plakativ, aber das Publikum mag es. Naja, okay...
  18. Pushed again --> Knallt!
  19. Hier kommt Alex --> Knallt noch mehr!
  20. Freunde --> Knallt auch! Die Hosen in Bestform. Alles wie immer.
  21. Guns of Brixton (The Clash cover) unplugged --> Vielleicht eines der besten Cover der Band.
  22. Hand in Hand (Beatsteaks cover) unplugged --> Huldigt den Ikonen der 60er! Zurecht!
  23. Tauschen gegen Dich unplugged --> Es wird nochmal ruhiger. Meiner Meinung nach eine unglaublich schöne Ballade, mit einem richtig guten Text.
  24. Eisgekühlter Bommerlunder unplugged --> Fängt ruhig an und bricht zum Schluss aus... Ihr kennt das. Ein Meilenstein der Musikgeschichte. *hüstelundgrins*
  25. Teil von mir --> Ein ebenfalls starker Song vom neuen Album. Die Stille wird durchbrochen, man folgt dem Tourmotto. Noch mal alles geben.
  26. Medley: Achterbahn, Schwarzwaldklinik, Reisefieber, Opelgang, Liebesspieler --> Allein der erste Teil des Medley trieb mir die Freudentränen in die Augen. Die stärkste B-Seite der "Jungs" (von der "Hier kommt Alex" Maxi). Großartig! An Teil 2 und 3 hatte ich schon gar nicht mehr so richtig gedacht. Uralte Schinken aus dem letzten Jahrhundert . Man hört es den Liedern deutlich an, der Wirkung tut das aber keinen Abbruch. Teil 4 und 5 sprechen für sich.
  27. Schönen Gruß, auf Wiederseh'n --> Damit geht der offizielle Part traditionell zu Ende.
  28. Gary Gilmore's Eyes --> An diesem Abend exklusiv mit der Punklegende T.V. Smith gesungen! Ich kannte den Song vorher nicht. War ganz okay, aber nicht berauschend.
  29. Bayern --> Nervige Ansage. Dümmliches Lied. Und 7 Abseitstore von Fortuna Düsseldorf gegen den FC Bayern München in den 70ern auf der Videoleinwand.
  30. Zehn kleine Jägermeister --> Rettet mir wieder die Stimmung zum Abschluss. Ich stehe aber schon seit "Bayern" abseits der Menge. Die Batterien sind leer.
  31. You'll never walk alone --> Der Rausschmeißer. Licht an - und total verschwitzt durch die sich leerende Arena taumeln.

Das Fazit: Nicht mein bestes, aber doch ein sehr gutes Hosen-Konzert. Die Liedauswahl irritierte mich etwas. Einiges vom neuen Album, relativ viele ruhige Songs zwischendurch und ne Menge Klassiker. Gefehlt haben mir da eindeutig die "mittelalten" Stücke der Alben "Opium für's Volk" und "Unsterblich". Dennoch ein schöner Abend mit jede Menge Krach, Pogo und Blessuren. Alles richtig gemacht.

Donnerstag, 27. November 2008

Unser Blog soll schöner werden

Traurige Bilder, nüchterne Texte, langweiliges Schwarz, schnöde rote Schrift... Damit das Aufrufen dieses Blogs in der dunklen Jahreszeit etwas aufmunternder ausfällt, wird er umgestaltet. Nur wie? Ich bitte alle Besucher um eure Mithilfe. Nutzt dazu bitte die Umfrage.
Wer zudem was ganz anderes vorschlagen möchte, als die Antworten hergeben, schreibt bitte einen Kommentar zu diesem Post.
Das wars.

Mittwoch, 26. November 2008

Nie mehr zerbrochene Brillen-Tour 08/09

Pünktlich zur jetzt (für mich) beginnenden Konzertsaison, habe ich mir Kontaktlinsen besorgt. Damit ist garantiert, daß ich die Bands auf den Bühnen auch bis zum Ende der jeweiligen Shows sehen kann (was in der Vergangenheit keineswegs der Fall war).

Hier der (vorläufige Tourplan):

26.11. Farin Urlaub Racing Team >> Leipzig/Arena
27.11. Die Toten Hosen >> Leipzig/Arena
23.12. Die Toten Hosen >> Erfurt/Messehalle
31.12. Kirlian Camera, Stalingrad u.a. >> Zwickau/BPM Club
13.02. Anne Clark >> Leipzig/Anker (tba.)
14.02. Alexander Veljanov >> Leipzig/Theater Fabrik (tba.)
29.05. - 01.06. Wave-Gotik-Treffen >> Leipzig
26.06. Die Toten Hosen >> Dresden/Elbufer (open air)

wird fortgesetzt...

Berichte zu den jeweiligen Veranstaltungen und Veröffentlichungen der Bands folgen.

Montag, 24. November 2008

Schwarzer Winter

Hier ein paar Eindrücke vom Wintereinbruch in der thüringischen Provinz, wie er dunkler, bedrückender und märchenhafter zugleich kaum sein kann.


Schneebedeckte Felder, vereinzelt Bäume, trostlose Weite...

...und mittendrin ein kleines Dorf.

Dienstag, 11. November 2008

Gender Identity

Ähnlich wie beim "Haus der 1000 Biere" (siehe Post vom 18.10.), wurde ich auch hier stuzig... Wahrscheinlich verstehe ich einfach nichts von Marketing, Product Placement und Corporate Identity.

Freitag, 7. November 2008

Trimm dich, Che!

Eigentlich werden ja Werbeblätter ungelesen weggeworfen, und zwar am besten in die dafür vorgesehenen Behältnisse oder einfach ins Treppenhaus. Das hier abgebildete Exemplar erregte jedoch meine besondere Aufmerksamkeit.
Als ob Che Guevara auf T-Shirts, Handysocken und dergleichen nicht schon lächerlich (und auch traurig) genug wäre... Hier also die Che Fitness-Revolution! Gespannt warten wir nun auf die Fidel Castro-Pommesbude, das Stalin-Bowlingcenter und Lenin-Gedächtnis-Apotheke.


P.S.: Der Fitnessclub wirbt übrigens mit besonderer Nähe und einer Anfahrtszeit von nur 5 Minuten. Der Flyer wurde stadtweit verteilt...

Apropos Fitnesscenter: Ich empfehle den neuen Cohen-Brothers Film Burn After Reading!!

Freitag, 31. Oktober 2008

Ralph 08

Seien wir mal ehrlich: Man kann im politischen Wahlkampf niemandem trauen! Obama, McCain, whoever... Nachdem sich sogar Joe der Klempner als "Fake" entpuppt hat, bleibt für die anstehende US-Präsidentschaftswahl, mit der dann alles besser wird und Weltfrieden ausbricht, nur noch ein Kandidat übrig.


Darum: http://www.digthewig08.com/

Samstag, 18. Oktober 2008

Fast! oder: Von der Anmaßung eines mittelständischen Unternehmens

Da staunt der Biertrinker nicht schlecht... und der Rest wundert sich.



Das "Haus der 1000 Biere" hält tatsächlich immer noch 999 Sorten Bier für den durstigen Kunden bereit. Scheinbar ist das Unternehmen so stabil, daß es auch in Zeiten globaler Finanzkrisen lediglich 0,1% des Gesamtbestandes einbüßt.
Vielleicht ist diese Theorie auch nur hahnebüchener Unsinn und die Betreiber des Bierhauses wollten ihr Sortiment umgestalten, um dem überforderten Bürger in dieser pluralisierten Welt einen Schritt entgegen zu kommen. Mit dem neu strukturierten Bestand, fällt es dem Kunden sicher viel leichter eine Auswahl zu treffen.
Oder ich verstehe den Werbegag einfach nicht.

Dienstag, 14. Oktober 2008

Neulich in Halle/S.

Sachsen-Anhalt ist ja, das wissen wir seit seiner überragenden Imagekampagne, das "Land der Frühaufsteher". Warum man in Sachsen-Anhalt früh aufsteht, weiß ich allerdings nicht. Vielleicht, weil man so mehr vom Tag in der Arbeitslosigkeit hat.
Nein, dieser Blog hat es sich nicht zur Aufgabe gemacht mit stumpfen Stereotypen und ausgenudelten Klischees um sich zu werfen. Viel mehr möchte er Eindrücke, welche ich auf meinem langen Spaziergang durch die Welt sammle, hier teilen. So entstand dieses wunderschöne Foto bei meinem Kurzaufenthalt in Halle an der Saale.

Sonntag, 12. Oktober 2008

Die Anonymität der Großstadt

Als passionierter Straßenbahnfahrer fiel mir vor einiger Zeit folgendes auf: An einer Haltestelle sah ich aus dem Fenster und erblickte das unten abgebildete Motiv. "Da ist sie, die Anonymität der Großstadt", dachte ich. Leider hatte ich die Kamera zu diesem Zeitpunkt nicht schnell genug bei der Hand. So entstand wenig später - ganz spontan und ungezwungen - dieses Bild. Es beweist, daß die Anonymität der Großstadt nicht nur ein Mythos ist, nein, sie ist empirisch erfahrbar, sogar beliebigt reproduzierbar und damit eigentlich Pop. Und natürlich Teil der Postmoderne, wie alles andere auch.


P.S.: Wer glaubt, nun folge an dieser Stelle eine zusätzliche Bemerkung zu dem, am rechten Bildrand zu sehenden Reinhold-Messner-Plakat, hat das invenstigative Anliegen dieses Beitrages nicht verstanden.

Freitag, 3. Oktober 2008

Nachtrag: Jetzt schon an morgen denken!

Und dann habe ich doch jüngst (also gestern) im Hauptbahnhof Leipzig das hier entdeckt.

Schaufenster bei Mexx. Naja, ohne Worte... und Panzer gibts bei denen auch nicht.

Donnerstag, 2. Oktober 2008

Jetzt schon an morgen denken!

Bereits im Sommerschlussverkauf fiel mir im Karstadt Leipzig ein besonderes Schnäppchen auf, welches ich leicht amüsiert zur Kenntnis nahm und mir nichts weiter dabei dachte. Anfang Oktober befinden wir uns bereits mitten im Weihnachtsfieber und siehe da: das Schnäppchen gilt immer noch!
War es im SSV noch die sportliche Coupévariante, so wird für den Winter die geringfügig wehrhaftere Variante des guten alten Panzers angeboten (Modellbezeichnung nicht notwendig, da univesell einsetzbar und sowieso Dauerseller).
Wir dürfen gespannt sein, ob der ohnehin günstige Preis für den nunmehr immer näher rückenden Winterschlussverkauf (WSV) nochmals gesenkt werden wird. Aber auch so ist der Panzer für jedermann erschwinglich, dem am Schutz seiner Lieben und sich selbst gelegen ist.


Samstag, 30. August 2008

Hommage an Barnett Newman

Kunst ist einfach überall und manchmal schlägt sie uns aus heiterm Himmel mit dem Hammer vor den Kopf.
Als Barnett Newman in den 1960ern sein Bild Who's Afraid of Red, Yellow and Blue (hier angucken!) schuf, war das noch eine Provokation an unsere Sehgewohnheiten, die einiges Aufsehen erregte. Heute haben rote Wände längst Einzug in unsere Wohnungen gehalten und auch Malewitsch war mit seinem schwarzen Quadrat dem IKEA-Wohntrend weit voraus.


Auch im Haus meiner Eltern ist die (Post)moderne (leicht verspätet) angekommen und so entstand diese kleine Hommage an Barnett Newman.

Dienstag, 26. August 2008

Die Linie




Diejenigen, die einen Scharlatan in mir sehen, haben nicht weniger Recht als jene, die mich als Künstler bezeichnen. Wenn ich überhaupt ernsthafte Ambitionen hege Kunst zu schaffen, dann eine, welche Beuys’ Credo folgt. Jeder Mensch ist ein Künstler.

Ich mache gar keinen Hehl daraus, dass ich vollkommen untalentiert bin, weder malen, zeichnen noch modellieren kann. Ich bedaure diesen defizitären Zustand sehr, aber das ist unwichtig. Wichtig ist, was der Mensch schafft.

Am Beispiel meiner Linie: Man muss es erst einmal schaffen einen Strich mit Hilfe eines Lineals derartig krumm zu ziehen. Dass es sich bei dem Lineal um ein völlig intaktes Superflex aus Silikon handelte ist blanke Ironie. Poetisch oder gar künstlerisch anspruchsvoll wird das Bild erst durch diesen Kontext, den ich dem Betrachter nicht vorenthalten möchte.

Die angegebenen Maße beziehen sich selbstverständlich auf den Strich selbst. Das Blatt auf welchem sich der Strich befindet misst 6,3 x 12 cm. Eine weitere Dimension erhält das Werk durch den unglücklichen Umstand des Einklebens in mein Notizbuch. Eine Seite dieses Buches ist 8,7 x 13,8 cm groß.

Die zusätzlichen Karos und die Randlinie des Papiers sowie die Lineatur des Notizbuches steigern den Sinngehalt der Zeichnung, was mir im Moment des Schaffens selbstverständlich nicht bewusst war. Das Bild ist ein Produkt des Zufalls. Es ist dadurch nicht minder ein Kunstwerk, es erhält seine Legitimation durch seinen Kontext und seine Interpretation.

Ohne Frage darf man der Linie absprechen, sie sei Kunst. (Die Definition des Begriffs Kunst seitens des Kritikers würde ich in diesem Falle besonders interessieren.) Diese Tatsache führt uns zum elementaren Kunstproblem unsere Zeit zurück. Wenn Damien Hirst einen konservierten Hai in einem Museum ausstellen kann, wieso kann ein nobody, ein Mensch der die so genannte Kunstszene allenfalls aus dem Feuilleton kennt, keine Linie ausstellen? Oder anders gefragt: Warum könnte Damien Hirst eine Linie ausstellen, ich aber keinen Hai in Formaldehyd (ginge man davon aus, dass ich die technischen Möglichkeiten dazu hätte)?

Ich möchte keine Kunst schaffen, die als solche angesehen und verstanden oder missverstanden und infolgedessen für utopische, niemals zu rechtfertigende Summen verhökert wird; wobei ich das Geld gut gebrauchen könnte.

Wenn ich überhaupt den Anspruch an mich selbst hätte Kunst (was auch immer das ist) zu schaffen, dann solche, welche auf ihren Status pfeifen kann aber von jedermann verstanden wird. Kunst, mit der der Betrachter etwas anfangen kann, die den Betrachter nicht von oben herab verarscht. Kein Künstler steht in der Pflicht sein Werk zu erklären – niemals. Der Künstler, der den Betrachter ohne einen noch so kleinen Anhaltspunkt (und sei es ein Titel, was nicht selbstverständlich ist) vor einer Leinwand mit zwei Strichen und einem Kreis zurücklässt, muss mit der Missachtung seiner Werke rechnen. Der Künstler darf (und muss bisweilen) den Betrachter verarschen, wozu er sich immer etwas über den Betrachter erheben muss. (Von Joan Miró wissen wir, dass er bei seinen Ausstellungen gern in der Ecke stand und sich über mögliche Interpretationen seiner Bilder kranklachte.) Ebenso muss er jedoch auch damit rechnen, dass sich nicht jeder Betrachter darauf einlassen will.

Wirklich problematisch wird es erst, wenn der Kunstbetrieb den Kunstkonsumenten an der Nase herumführt. So geschehen bei Damien Hirsts Kitschikone For the Love of God. Ein mit Brillanten besetzter Schädel, der von einer Stiftung finanziert und dann wiederum gekauft wird, welcher der Künstler selbst angehört…? Da sieht man sich als Nichtkünstler doch in der Pflicht über Beuys’ Parole nachzudenken und selbst aktiv zu werden; etwas zu schaffen, dass vielleicht auch keine Kunst ist, sich aber immerhin die Poesie des Alltags bewahrt hat mit der der Mensch im Zweifelsfall immer etwas anfangen kann.